Datum: 28.02.2025

Das solltest du über Mogelpackungen wissen!

Versteckte Preiserhöhungen: Das solltest du über Mogelpackungen wissen!

Unter Mogelpackungen versteht man versteckte Preiserhöhungen. Die finden sich immer häufiger bei Produkten in Supermarktregalen. Es gibt zwei Arten von Mogelpackungen: einmal die Shrinkflation und einmal die Skimpflation.

Shrinkflation (to shrink = schrumpfen): weniger Produkt bei gleichem Grundpreis

  • Beispiel: Es sind nur noch 500 Gramm statt 600 Gramm Müsli in der Packung.

Skimpflation (to skimp = knausern/ einsparen): Zutaten in der Rezeptur werden gegen günstigere ausgetauscht, der Preis bleibt aber gleich

  • Beispiel: Ein Fruchtsaft verwandelt sich in einen Fruchtnektar mit Zuckerwasser.

 

Versteckte Preiserhöhungen: Das solltest du über Mogelpackungen wissen! Eine junge Frau im Supermarkt nimmt ein Produkt aus einem Regal.

Quelle: Gustavo Fring - Pexels via canva.com

Warum Mogelpackungen?

Versteckte Preiserhöhungen sollen dafür sorgen, dass Verbraucher:innen nicht von höheren Preisen abgeschreckt werden. Das klappt aber nur bedingt, wie eine Studie von Lebensmittelklarheit.de, einem Angebot der Verbraucherzentrale, herausfand: Darin gaben 74 Prozent der Befragten an, dass ihnen eine Reduzierung des Inhalts in letzter Zeit aufgefallen ist, obwohl sich die Verpackungsgröße nicht geändert hat. 

Zauberwort Transparenz

Oft können Verbraucher:innen Mogelpackungen nur erkennen, wenn sie die Produkte bereits sehr gut kennen. Selbst dann ist es aber schwierig. Das gilt insbesondere für die Skimpflation. Laut der Studie von Lebensmittelklarheit.de bewerten über drei Viertel der Verbraucher:innen sowohl eine Reduzierung des Gewichts als auch eine Zutatenveränderung als unfair. Eine direkte Preiserhöhung empfindet nur rund ein Drittel der Befragten als unfair.

Häufig versuchen Hersteller Preise möglichst unauffällig zu erhöhen. Sogenannte Mogelpackungen haben für den gleichen Preis plötzlich weniger Inhalt oder günstigere Zutaten in der Rezeptur. Eine Studie von Lebensmittelklarheit.de zeigt, dass ein Großteil der Befragten das ganz schön unfair findet. Der @verbraucherzentrale.vzbv fordert eine deutliche Kennzeichnung auf Produktverpackungen. 

Du vermutest bei einem Produkt, dass die Qualität nachgelassen hat und teure Zutaten gegen günstigere ausgetauscht wurden? Oder dass die Verpackung geschrumpft ist? Dann melde es auf Lebenmittelklarheit.de, am besten mit Foto von der alten und der neuen Verpackung. 

Der Podcast “Klar Tisch” von Lebensmittelklarheit.de, einem Portal des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) , geht auf Fragen rund um Lebensmittelkennzeichnungen ein. Du findest ihn überall da, wo es Podcasts gibt.

Du willst mehr über Lebensmittelkennzeichnungen erfahren? Dann melde dich für den Workshop “Lebensmittel-Siegel im Check” der Verbraucherchecker an! Hier erfährst du unter anderem, was dir Kennzeichnungen und Siegel über Lebensmittel verraten und warum Unternehmen sie nutzen. Du willst als Trainer:in Workshops zu Themen des Verbraucherschutzes leiten? Dann bewirb dich!  

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